Wussten Sie, dass in Zwiebeln, Knoblauch und anderen Gewächsen der Pflanzengattung Allium Schwefelverbindungen enthalten sind, die die roten Blutkörperchen zum Platzen bringen? Der Fachausdruck hiefür ist Hämolyse, die Symptome sind blasse Schleimhäute, schnelle Atmung, Zittern und flacher Puls. Erbrechen und Durchfall können auftreten, der Urin kann sich rotbraun verfärben.
Die Schwefelverbindungen sind immer enthalten, egal ob Zwiebeln bzw. Knoblauch roh oder gekocht angeboten werden. Für einen 5 kg schweren Hund kann eine mittelgroße Zwiebel tödlich sein.
Wie immer im Vergiftungsfall gilt auch hier: so schnell wie möglich zum Tierarzt, wenn die vom Tier aufgenommene Menge kritisch sein könnte, damit gezielt Erbrechen herbeigeführt werden kann und die Gefahr gebannt ist. Später können meist nur noch Symptome bekämpft werden, mit deutlich schlechteren Erfolgsaussichten.
Und bitte: wer auch immer Ihnen erzählt, Sie könnten Ihren Hund mit Knoblauch entwurmen, tun Sie es nicht nur nicht, sondern klären Sie auch über das besondere Risiko dieser Methode auf - ganz abgesehen davon, dass die Methode absolut nutzlos ist -Würmer lassen sich von Knoblauch nicht „vertreiben".


TASSO e.V. wies auf die Lebensgefahr für Hunde durch den Süßstoff Xylit hin. Xylit wird in vielen (menschlichen) Lebensmitteln als Zuckerersatz verwendet. Ein Spezialist für klinische Toxikologie bei der ASPCA ("American Society for the Prevention of Cruelty to Animals), Dr. Dunayer, wies in einer Fachzeitschrift darauf hin, dass Xylit die Produktion des körpereigenen Insulins derartig steigern kann, dass es zu einem lebensgefährlichen Abfall des Blutzuckerspiegels kommen kann. Betroffene Hunde hätten circa 30 Minuten nach dem Verzehr größerer Mengen Xylit-haltiger Süßwaren mit Verlust der Koordination, Schwächeanfällen und Krämpfen reagiert. Es scheint auch Hinweise auf durch Xylit verursachte Leberschäden zu geben.

Bei der ASPCA wurden seit Juli 2003 45 derartige Vergiftungsfälle gemeldet.

Hunden sollten daher grundsätzlich keine für den Menschen bestimmten Lebensmittel verfüttert werden.


Das britische Institut Veterinary Poisons und das Amerikanische Poisons Control Center (ASPCA) warnen unabhängig voneinander vor dem Verzehr von Weintrauben bzw. Rosinen durch Hunde. ASPCA sammelt entsprechende Daten seit 1989 und konnte Fremdstoffe, wie z.B. Spritz- oder Düngemittel als Ursache für häufig nach dem Verzehr von Weintrauben bei Hunden auftretende Vergiftungsanzeichen ausschließen.

Derzeit ist noch nicht bekannt, welcher Inhaltsstoff der Weintraube bei den Hunden zu Magenkrämpfen, Erbrechen und Durchfall führt. Bei einigen Hunden entwickelte sich in den folgenden Tagen ein Nierenversagen, das sich durch stetig steigende Kalziumwerte im Blut und einen erhöhten Kreatinspiegel ankündigte. Dieser Prozess führt unbehandelt zum Tod des Hundes, da kein Urin mehr produziert werden kann.

Bitte suchen Sie bei Verdacht auf eine Weintraubenvergiftung unbedingt schnellstmöglich einen Tierarzt auf. Im Darm ist es evt. möglich, das Gift mit Aktivkohle zu binden, der Hund benötigt jedoch noch weitere medizinische Hilfe.

(Quelle: www.aspca.org bzw. wdr aktuell


Das in der Schokolade enthaltene Theobromin ist für Hunde ab etwa 100 mg pro Kilogramm Körpergewicht tödlich.

Diese Menge erhalten Sie, wenn Sie einem Pekinesen eine Tafel Vollmilchschokolade oder einem mittelgroßen Hund (10 - 15 kg) eine Tafel Zartbitter oder drei Tafeln Vollmilch füttern. Die Wirkung tritt übrigens erst einige Stunden nach dem Verzehr auf. Anzeichen sind starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Herzrasen, teilweise epileptische Anfälle, innere Blutungen - es gibt kein Gegenmittel den darauf folgenden Tod zu verhindern.

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